Letzte Stadtverordnetenversammlung vor der Sommerpause – FWE mit klaren Positionen zu zentralen Themen

Presseerklärung der FWE

Die letzte Stadtverordnetenversammlung vor der Sommerpause fand am 03. Juli 2025 im Bürgerzentrum statt – dem neuen, vorübergehenden Tagungsort des Stadtparlaments während Rathaussanierung und Neubau der Stadthalle. Schon während der Corona-Pandemie wurde die Stadtverordnetenversammlung hier durchgeführt und so wird es die nächsten Jahre bleiben, bis die wohl größte Baumaßnahme der Stadt Eschborn abgeschlossen sein wird und ein saniertes und erweitertes Rathaus, eine neue Stadthalle und Stadtbücherei von den Bürgerinnen und Bürgern und auch den Stadtverordneten genutzt werden kann.

Im Mittelpunkt der Sitzung standen bedeutende Themen für die Stadt Eschborn – darunter die Schulkindbetreuung sowie der kommunale Wärmeplan.

Klare Haltung zum geplanten Umspannwerk – aber keine Debatte möglich

Ein für die Stadt Eschborn bedeutendes Infrastrukturvorhaben, das geplante Umspannwerk auf Eschborner Gemarkung, sollte über einen Dringlichkeitsantrag der Koalitionsfraktionen (CDU, GRÜNE und FWE) in die Tagesordnung aufgenommen werden. Ziel war es, frühzeitig eine kommunale Position insbesondere zur Vorzugsvariante „E2“ am Streitplacken zu entwickeln und Alternativen aufzuzeigen.

Die FWE sieht in der aktuellen Planung erhebliche Auswirkungen auf Landwirtschaft, Naherholung und das Landschaftsbild und setzt sich gemeinsam mit den Koalitionspartnern für eine transparente, flächenschonende und technisch zeitgemäße Lösung ein.

Leider verhinderten die Oppositionsfraktionen mit ihrer Ablehnung die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit zur Aufnahme des Antrags auf die Tagesordnung. Eine sachliche Auseinandersetzung konnte dadurch nicht geführt werden.

> Hinweis: Die ausführliche gemeinsame Position der Koalitionsfraktionen finden Sie in der separaten Pressemitteilung von CDU, GRÜNE und FWE.

Verantwortung für Familien: Schulkindbetreuung bleibt in Eschborner Hand

Ein zentrales Thema war die Umsetzung des bundesweiten Rechtsanspruchs auf ganztägige Bildung und Betreuung von Grundschulkindern ab dem Jahr 2026. Die FWE begrüßen ausdrücklich, dass die Stadt Eschborn diese Herausforderung nicht an den Kreis delegieren will, sondern in eigener Verantwortung übernimmt.

„Für uns ist das keine bloße Verwaltungsfrage, sondern eine klare politische Haltung“, betonte Fraktionsvorsitzende Regine Seidel in ihrem Redebeitrag. „Es geht um Verlässlichkeit, Qualität und die kommunale Nähe zu den Familien. Nur wenn die Stadt die Trägerschaft behält, können die hohen Eschborner Standards dauerhaft gesichert bleiben.“

Die FWE setzt sich seit jeher für ein qualitätsorientiertes, flexibles und inklusives Betreuungssystem ein – mit zuverlässigen Betreuungszeiten von 7:00 bis 17:00 Uhr, umfassender Ferien- und Brückentagsbetreuung, gezielter Sprachförderung sowie einem hohen Anteil an pädagogischem Fachpersonal. Auch Inklusion ist ein zentrales Anliegen: Jedes Kind soll – unabhängig von Herkunft oder Förderbedarf – die gleichen Chancen auf Bildung und Teilhabe haben.

Gleichzeitig begrüßt die FWE die laufenden Gespräche mit dem Main-Taunus-Kreis über eine faire finanzielle Entlastung der Stadt. „Der Kreis ist ein wichtiger Partner bei der Infrastruktur – die pädagogische Verantwortung aber bleibt bei uns“, so Regine Seidel. Die FWE wird diesen Weg konsequent weiterverfolgen.

Wärmeplanung mit Weitblick – FWE sieht sich bestätigt

Auch zum Thema kommunale Wärmeplanung positionierte sich die FWE klar und zukunftsorientiert. Bereits im Jahr 2021 war die Wärmeplanung ein Kernthema in unserem Wahlprogramm – insbesondere die Nutzung industrieller Abwärme aus den Eschborner Rechenzentren.

Was damals als visionärer Vorschlag galt, ist heute fester Bestandteil des kommunalen Wärmeplans. Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Stadt mit dem vorliegenden Plan bereits drei Jahre vor gesetzlicher Frist eine fundierte Grundlage geschaffen hat. Der Plan ist technologieoffen, praxisnah und zeigt konkrete Potenziale für klimaneutrale Versorgung – insbesondere in Eschborn Süd, dem Gewerbegebiet West und der Stadtmitte.

„Wärmeplanung darf kein Papiertiger sein“, betont Carsten Sausner, Vorstandsvorsitzender der FWE. „Wir erwarten konkrete Umsetzungsschritte – wie etwa die Belieferung des Wiesenbads mit Abwärme – und werden diesen Prozess weiterhin konstruktiv, kritisch und konsequent begleiten.“

Kritik an der Mitwirkung der Syna GmbH bei der Erstellung des Wärmeplans weist die FWE zurück. „Technische Expertise ist für einen realistischen Plan unverzichtbar. Kooperation bedeutet nicht Einflussnahme – sie bedeutet Sachverstand und Effizienz.“

Sommergruß & Einladung zum FWE-Sommerfest

Mit dem Abschluss dieser intensiven Sitzungsrunde wünscht die FWE allen Eschborner Bürgerinnen und Bürgern einen erholsamen, sonnigen Sommer und eine schöne Ferienzeit.

Zugleich laden wir herzlich zum Sommerfest am Samstag, den 24. August 2025 ein – ein Nachmittag mit Gesprächen, kühlen Getränken und kleinen Leckereien. Feiern Sie mit uns in entspannter Atmosphäre für ein Eschborn, das zusammenhält und gemeinsam gestaltet.