Sicher zur Schule: FWE fordert mehr Rücksicht und Verantwortungsbewusstsein im Straßenverkehr

Pressemitteilung der FWE

Mit Beginn des neuen Schuljahres sind morgens wieder viele Kinder und Jugendliche auf Eschborns Straßen unterwegs. Für die Freien Wähler Eschborn (FWE) ist dies Anlass, den Blick verstärkt auf die Sicherheit der Schulwege zu richten. Denn sichere Schulwege brauchen nicht nur Schilder und Verkehrsregelungen, sondern vor allem Rücksicht, Aufmerksamkeit und Verantwortungsbewusstsein aller Verkehrsteilnehmer.

Neue Verkehrsführung: beobachten und gegebenenfalls nachsteuern

Die neue Verkehrsführung rund um die Grundschule Süd-West und die Betreuungseinrichtungen ist aus Sicht der FWE ein sinnvoller Ansatz. Durch das zeitlich begrenzte Einfahrtsverbot in den Sodener Weg soll in der morgendlichen Bringzeit eine Art „Kreisverkehr“ entstehen und gefährlicher Begegnungsverkehr vermieden werden. Elternhaltestellen, zusätzliche Markierungen und Kontrollen ergänzen die Regelung.
„Wir begrüßen, dass die Stadt hier reagiert und verschiedene Maßnahmen miteinander kombiniert. Jetzt muss man beobachten, wie sich die neue Verkehrsführung im Alltag bewährt und gegebenenfalls nachsteuern“, erklärt Regine Seidel, Fraktionsvorsitzende der FWE.
Dass dieses Prinzip funktionieren kann, zeigt nach Auffassung der FWE die Heinrich-von-Kleist-Schule, wo sich eine vergleichbare kreisförmige Verkehrsführung grundsätzlich bewährt hat.

Elterntaxis und zugeparkte Gehwege

Problematisch bleibt der morgendliche Elterntaxiverkehr. Wenn unmittelbar vor Schulen, in zweiter Reihe, auf Gehwegen oder an unübersichtlichen Stellen gehalten und gewendet wird, entstehen gerade für jüngere Kinder gefährliche Situationen.
Die FWE appelliert deshalb an Eltern, das eigene Verhalten kritisch zu hinterfragen: Gefährde ich mit meinem Verhalten möglicherweise andere Kinder?
„Wer sein eigenes Kind möglichst nah und sicher an der Schule absetzen möchte, darf dabei nicht die Kinder anderer gefährden. Ein paar Meter mehr Fußweg sind oft die deutlich bessere Lösung – für das eigene Kind und für alle anderen“, betont Carsten Sausner, Vorsitzender der Freien Wähler Eschborn.
Auch unabhängig vom Elterntaxiverkehr sind zugeparkte Gehwege, Einmündungen und Querungsstellen ein Sicherheitsrisiko. Kindern wird dadurch die Sicht genommen oder sie werden gezwungen, auf die Fahrbahn auszuweichen.

Selbstständig unterwegs – aber sicher

Die FWE unterstützt ausdrücklich das Ziel, dass möglichst viele Kinder ihren Schulweg selbstständig zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Das fördert Bewegung und Selbstständigkeit und reduziert gleichzeitig den Autoverkehr vor den Schulen.
Sorge bereitet der FWE allerdings der teilweise sorglose Umgang mit Fahrrädern und insbesondere E-Scootern. Schülerinnen und Schüler sind ohne Helm unterwegs, E-Scooter werden mitunter zu zweit oder sogar zu mehreren genutzt und Verkehrsregeln nicht immer beachtet.
„Mehr Selbstständigkeit im Straßenverkehr kann nur dann zu mehr Sicherheit führen, wenn Kinder und Jugendliche auch für die damit verbundenen Gefahren sensibilisiert werden. Gerade bei E-Scootern sehen wir deshalb Handlungsbedarf. Die Stadtpolizei sollte rund um die Schulen verstärkt kontrollieren und gleichzeitig über Risiken und Verkehrsregeln aufklären“, fordert Petra Baumgardt, Vorstandsmitglied der FWE.
Für die FWE gehören Selbstständigkeit und Sicherheit deshalb untrennbar zusammen.
„Wir können nicht auf der einen Seite wollen, dass unsere Kinder selbstständiger werden und zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule gehen, und auf der anderen Seite Bedingungen schaffen, unter denen Eltern Sorge haben müssen, sie allein losgehen zu lassen. Dafür müssen alle ihren Beitrag leisten – die Stadt genauso wie Eltern, Rad- und Autofahrer und natürlich auch die Schülerinnen und Schüler selbst“, sagt Lilli Becking, Stadtverordnete und Mitglied des AJSS.
Die FWE wird die neue Verkehrsführung an der Süd-West-Schule in den kommenden Wochen aufmerksam verfolgen und auch die Situation an den anderen Eschborner Schulen weiter im Blick behalten. Wo sich konkrete Gefahrenstellen oder Verbesserungsmöglichkeiten zeigen, sollen diese gemeinsam mit Schulen, Eltern und Stadtverwaltung aufgegriffen werden.